Planmäßige Wartung. Das Portal wird während der Wartung für wenige Minuten in den Wartungsmodus versetzt. — Wartung am 13.11.2026 um 07:45 Uhr · noch · Die Wartung hat begonnen.
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13.11.2023 - 03.12.2023
Sag uns deine Meinung und beteilige dich aktiv am zukünftigen Stadtverkehr Ulm/Neu-Ulm. So kannst du deinen Teil für einen attraktiven Nahverkehr beitragen.
Im Zuge der Nahverkehrsplanung wurde ein vorläufiges „Zielnetz“ erarbeitet. Dieses soll nun im öffentlichen Dialog vorgestellt und diskutiert werden. Im Neu-Ulmer Stadtrat wurde der Entwurf des neuen Liniennetzes im Sommer bereits gezeigt und beraten. Nun sind die Einwohnerinnen und Einwohner – als „Expertinnen und Experten des Alltags“ - herzlich dazu eingeladen, den Vorschlag zu prüfen und ihre Anregungen einzubringen.
Am 13. November 2023 wird der offizielle Dialogprozess zum neuen Stadtverkehrsnetz Ulm/Neu-Ulm für alle Ulmer und Neu-Ulmer Bürgerinnen und Bürger für drei Wochen geöffnet. Die Rückmeldungen fließen in den neuen Nahverkehrsplan und das endgültige Zielnetz als dessen „Herzstück“ mit ein. Eine endgültige Fassung der Netzkonzeption entsteht, wenn alle Vorschläge geprüft und ausgewertet sind. Abschließend werden die Gremien beider Städte über das neue Stadtliniennetz befinden, voraussichtlich Mitte 2024. Das neue Stadtliniennetz bestimmt den ÖPNV dann ab dem Jahr 2027.
Am 13. November 2023 findet ab 18:30 Uhr zudem eine Auftaktveranstaltung im Online-Format zum Bürgerdialog für alle Neu-Ulmer Bürgerinnen und Bürger statt.
Übergeordnete städtische Zielsetzung
Um die kommunale Klima- und Mobilitätswende zu erreichen, muss der Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) gestärkt werden. Damit kann mittelfristig eine spürbare Verschiebung innerhalb des Modal Split (Verteilung des Fahrgastaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel) bewirkt werden. Daher ist es das Ziel der beiden Aufgabenträger, den ÖPNV im Sinne aller zu steuern und zu gestalten, um dadurch das ÖPNV-Angebot in der Doppelstadt gegenüber heute deutlich zu verbessern. Nur so kann es gelingen, den Nahverkehr zu attraktivieren und damit mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV zu überzeugen. Die Nahverkehrsplanung ist hierfür ein wichtiges Steuerungsinstrument. Hierdurch soll ein noch stärker verknüpftes gemeinsames Stadtverkehrsnetz im Oberzentrum Ulm/Neu-Ulm entstehen.
Aufgabenträgerschaft und Nahverkehrsplan
Die Stadt Neu-Ulm wird zum 01.01.2024 die ÖPNV-Aufgabenträgerschaft und somit die Zuständigkeit für den ÖPNV im Stadtgebiet Neu-Ulm übernehmen. Grundlegender Inhalt der ÖPNV-Aufgabenträgerschaft ist, neben der Bestellung und Beauftragung von Verkehrsleistungen, die Sicherstellung eines adäquaten ÖPNV-Angebotes. Im Zuge der Übernahme der ÖPNV-Trägerschaft erstellt die Stadt Neu-Ulm darum erstmalig einen eigenen Nahverkehrsplan (NVP). Der kommunale NVP ist ein strategisches Planungsinstrument für die mittel- und langfristige Planung des ÖPNV. Der Nahverkehrsplan soll für den Zeitrahmen 2027-2032 Gültigkeit besitzen. Er bildet für den Aufgabenträger die Grundlage für die Ausgestaltung des ÖPNV und beschreibt Mindeststandards und Vorgaben, mit denen Umfang und Qualität der verkehrlichen Leistungen bindend festgelegt werden. Dabei muss der NVP Veränderungen in der Struktur von Wohnen und Gewerbe sowie der zu erwartenden Verkehrsnachfrage in seinem Geltungsbereich berücksichtigen. Ebenso dient der NVP im Hinblick auf die Erstellung von Investitionsprogrammen und die Bereitstellung von Haushaltsmitteln als Entscheidungsgrundlage. Der Nahverkehrsplan enthält Zielvorgaben, Prüfaufträge und Maßnahmenvorschläge, die dazu beitragen, den ÖPNV zukünftig attraktiver zu entwickeln.
Der ÖPNV als abgestimmtes System
Liniennetze des Öffentlichen Personennahverkehrs erfordern eine exakte und abgestimmte Planung. Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden sowie die für Verkehrsleistungen zur Verfügung stehenden Gelder müssen in Einklang gebracht werden. Zusätzliche Fahrten, zusätzliche Fahrzeuge und zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer haben dabei finanzielle Auswirkungen. Fahrtrelationen, die nur von sehr wenigen Fahrgästen genutzt werden, sind ebenso zu vermeiden wie Linien, die „parallel“, also zeitgleich auf einer Verbindung, verkehren. Die naturgemäß begrenzten Ressourcen werden besser für Angebote eingesetzt, von denen möglichst Viele profitieren. Wichtig für eine gute Planung sind darüber hinaus gute Anschlussverbindungen. Hier gilt es zu gewährleisten, dass die Wartezeiten möglichst kurz sind. Ein ÖPNV-Netz ist also ein sorgsam aufeinander abgestimmtes System, das viele verschiedene Faktoren berücksichtigen muss.
Das neue Stadtliniennetz wurde auf Basis der bestehenden ÖPNV-Konzepte in Ulm und Neu-Ulm entwickelt. Neben grundsätzlichen Angebotsverbesserungen soll das neue ÖV-Netz direkte, d.h. möglichst umsteigefreie Fahrtmöglichkeiten in die Neu-Ulmer und Ulmer Innenstadt ermöglichen. Ziele in Ulm und Neu-Ulm sollen dadurch besser miteinander vernetzt werden. Grundsätzlich soll das neue ÖPNV-Netz leichter verständlich und damit einfacher nutzbar für den Fahrgast sein. Wo möglich, soll der ÖPNV beschleunigt werden und möglichst komfortabel und barrierefrei nutzbar sein. Für die Städte Ulm und Neu-Ulm sollen dabei einheitliche und übergreifende Qualitätsstandards gelten.
Im Nachtbusliniennetz sind auf der Ulmer Seite keine wesentlichen Änderungen geplant. Es ändern sich lediglich die Liniennummern, da es in Neu-Ulm künftig zwei Nachtbuslinien geben wird deren Funktionen bisher der Pfiffibus erfüllt hat. So erhält der Nachtbus vom ZOB nach Jedelhausen künftig die Liniennummer N6. Der Nachtbus vom ZOB nach Holzschwang erhält künftig die Nummer N 7. Dadurch ändern sich die Linienbezeichnungen der bisherigen N7 und N8.
Die Regionalbuslinien befinden nicht in der Zuständigkeit der Stadt UIm oder Neu-Ulm, erfüllen aber dennoch eine gewisse verkehrliche Funktion für beide Städte.
Offizieller Start des Prozesses der Nahverkehrsplanung
Start des Bürgerdialogs zum Stadtverkehr Ulm / Neu-Ulm
Ende des Bürgerdialogs zum Stadtverkehr Ulm / Neu-Ulm
Übergang der ÖPNV-Aufgabenträgerschaft vom Landkreis Neu-Ulm auf die Stadt Neu-Ulm
Fertigstellung Nahverkehrspläne inklusive Auswertung Bürgerdialog
Beschaffung Fahrpersonal, Fahrzeuge etc.
Inbetriebnahme neues Liniennetz Ulm / Neu-Ulm
Aktueller Nahverkehrsplan der Stadt Ulm
Kurzdokumentation des Bürgerdialogs Stadtverkehr Ulm / Neu-Ulm
Der Bürgerdialog wird größtenteils online geführt. Er läuft zwischen dem 13. November und dem 3. Dezember 2023. Auf dieser Beteiligungsplattform finden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alle relevanten Informationen zum „Zielnetz“, dem möglichen zukünftigen Busnetz im Oberzentrum Ulm/Neu-Ulm. Zudem erhalten alle Neu-Ulmer Haushalte einen Flyer, der den Entwurf des Liniennetzes enthält. Anregungen und Anmerkungen können dabei über eine beigefügte Antwortkarte an die Stadt rückgemeldet werden.
Die Stadt Neu-Ulm übernimmt zum 01.01.2024 die Zuständigkeit für den städtischen ÖPNV. Das im Nahverkehrsplan definierte Liniennetz wird dann zum 01.01.2027 in Kraft treten.
Der frühe Zeitpunkt der Bürgerbeteiligung hat damit zu tun, dass aus verfahrensrechtlichen Gründen ein größerer zeitlicher Vorlauf vor der Neuordnung der Ende 2026 auslaufenden Stadtverkehrslinien erforderlich ist. Vor Inbetriebnahme des neuen Liniennetzes müssen beispielsweise erstmal die hierfür benötigten Busse beschafft sowie das erforderliche Fahrpersonal akquiriert werden. Zudem müssen neu benötigte Haltestellen gebaut und notwendige infrastrukturelle Anpassungen (z.B. Schaffung von Abstell- und Wendemöglichkeiten für den Bus) vorgenommen werden. Die Grundlage für die Neuordnung der Verkehre bilden dabei die Nahverkehrspläne der Städte Ulm und Neu-Ulm. Diese müssen daher frühzeitig auf den Weg gebracht werden. Die Prüfung und Auswertung der aus der Bürgerschaft eingegangenen Anmerkungen und Anregungen nimmt hierbei ebenfalls eine gewisse Zeit in Anspruch.
Der ÖPNV ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Er ist ein Angebot für komfortable, umweltfreundliche und stadtverträgliche Mobilität und wird in seiner Bedeutung künftig noch mehr zunehmen. Ziel ist es, möglichst viele Mobilitätsbedürfnisse zu befriedigen und damit weitere Kundinnen und Kunden für den ÖPNV zu gewinnen. Daher ist es wichtig zu erfahren: Wo sehen Sie, die Bürgerinnen und Bürger, seine Stärken, seine Schwächen? Als „Expertinnen und Experten des Alltags“ können Sie wertvolle Anhaltspunkte und Anregungen zum ÖPNV in Ulm und Neu-Ulm liefern.
Die Erstellung des Neu-Ulmer Nahverkehrsplans erfolgt grundsätzlich gemeinsam mit der Stadt Ulm und dem Landkreis Neu-Ulm. Die Stadt Ulm und der Landkreis Neu-Ulm schreiben hierbei ihre bereits bestehenden Nahverkehrspläne fort, während die Stadt Neu-Ulm erstmals einen eigenen Nahverkehrsplan aufstellt. Durch die gemeinsame und parallele Nahverkehrsplanung der drei Akteure, sollen einheitliche Qualitätsstandards gebietsübergreifend definiert und bindend festgelegt werden.
Die Städte Ulm und Neu-Ulm bilden mit insgesamt rund 190.000 Einwohnern ein gemeinsames Oberzentrum. Aufgrund der räumlichen Nähe spielen die städteübergreifenden verkehrlichen Verflechtungen hierbei eine besonders große Rolle. Auch sollen die Verkehre des Landkreises Neu-Ulm bestmöglich auf den Stadtverkehr abgestimmt werden und umgekehrt.
Daher wird auch die Bürgerbeteiligung gemeinsam durchgeführt. Die Städte haben sich zusammen mit der SWU Verkehr, Vertretern von DING sowie einem externen Fachbüro einige Monate mit dem Thema Nahverkehrsplanung und dem Entwurf des „Zielnetzes“ beschäftigt. Dieses wird nun im Bürgerdialog vorgestellt und diskutiert.
Wichtig: Für die Regionalbuslinien, die von Ulm/Neu-Ulm aus in die benachbarten Landkreise Alb-Donau und Neu-Ulm verkehren, sind die Städte nicht zuständig. Diese Linien verkehren im Auftrag des Landkreises Neu-Ulm bzw. des Alb-Donau-Kreises.
Momentan wird der ÖPNV im Stadtgebiet Neu-Ulm größtenteils von privaten Verkehrsunternehmen betrieben. Nach Auslauf der derzeit gültigen Linienkonzessionen Ende 2026, sollen die Verkehrsleistungen ab 01.01.2027 durch die SWU Verkehr erbracht werden. In Ulm ist dies bereits heute der Fall. Der ÖPNV in der Doppelstadt wächst damit weiter zusammen und wird für den Fahrgast sowohl einheitlicher gestaltet als auch einfacher nutzbar.
Für einzelne Linien (3, 5, 6, 7, 16, 17, 18, N5, N6, N7) liegen minutenfeine Fahrpläne vor. Dabei handelt es sich um die städtischen Buslinien, die insbesondere für den ÖPNV in Neu-Ulm relevant sind. Grund dafür ist, dass das Neu-Ulmer Liniennetz grundlegend überarbeitet und optimiert wurde und es hier eine Vielzahl von Neuerungen und Veränderungen gibt. Deshalb sind bei diesen Linien besonders detaillierte Anregungen der Bürgerinnen und Bürger - beispielsweise, wenn es um Umsteigeverbindungen geht – wichtig für die Planung.
Für einzelne Linien (11 und 12), die insbesondere für den ÖPNV der Stadt Ulm relevant sind, stehen im Bürgerdialog verschiedene Varianten zur Diskussion. Das liegt daran, dass in Ulm das Liniennetz auf Grundlage des heutigen Bestandes weiterentwickelt und optimiert werden soll. Hierfür sollen die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zu den unterschiedlichen dargestellten Alternativen äußern können. Dadurch sollen die konkreten Wünsche und Vorstellungen bezüglich der jeweiligen Linien abgefragt und identifiziert werden, um diese bei den weiteren Planungen berücksichtigen zu können.